Corsair Deutschland Cup

13. - 15. Mai 2010
Die Multihull-Regatta am Chiemsee


Corsair Challenge lädt alle speed- und spaßbegeisterten Segler zur
Jahresauftakt-Regatta der Trimarane auf die Fraueninsel am Chiemsee ein.

Es werden insgesamt 6 Wettfahrten gesegelt - davon eine Langstrecke am Freitag.
Am Samstag finden 4 Wettfahrten statt. Organisation und Wettfahrtleitung WVF Wassersportverein Fraueninsel e. V.

Nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land ist für Spaß und Abwechslung bestens gesorgt. Nicht nur Segler, sondern auch Partner, Kinder und Freunde werden schöne Stunden am Chiemsee erleben.

Fraueninsel

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Das war der Cup 2009

Seit einigen Jahren veranstaltet die Corsair Challenge in München ein Treffen der Mehrrumpfsegler zu Himmelfahrt auf dem Chiemsee. Bereits zum dritten Mal richtet der Wassersportverein Fraueninsel die Wettfahrt aus. So trafen im Laufe des Donnerstags die Tris auf der Stippelwerft in Prien ein, einer nach dem anderen wurde aufgeriggt und geslippt, dann ging es unter Segel die zwei Meilen hinüber zur Fraueninsel, wo zwei Stege vor dem Inselwirt beim WVF die 17 Boote aufnahmen.
Und bereits um 17 Uhr  startete die Abendregatta – der letzte Teilnehmer befand sich noch auf der Anfahrt.
Leichte Winde und sommerliche Temperaturen ließen den Auftakt zu einem Vergnügen werden. Eine zünftige Brotzeit rundete das Wiedersehen der Teilnehmer im Vereinsheim am Seeufer in der warmen Abendsonne ab – aus der Schweiz und Österreich, wie aus dem gesamten süddeutschen Raum  hatten die Eigner ihre Schiffe aus dem Winterlager befreit und freuten sich, endlich in ihrem Element zu sein.

Vom F24 über den F25, Sprint, 750 und den nagelneuen Dash, wie F  27, F 28 und den F 31 mit Aft Cabin oder Aft Cockpit waren alle verfügbaren Corsairtypen vertreten. Ein Farrier 32 wie ein 28 und ein Dragonfly 920 Extreme wie ein 800 rundeten die Palette der Mehrrümpfer ab.

Wo gibt es eine bessere Möglichkeit, diese Schiffe kennenzulernen und mit Eignern Erfahrungen auszutauschen und auch mitzusegeln als bei diesem Treffen. Ganz abgesehen davon ist die Fraueninsel allein schon ein Ziel wert und die Organisation ist hilfsbereit bei der Quartierbestellung auf der Insel oder in Gstad gegenüber auf dem nahen
Festland – verbunden mit der Fähre oder dem vereinseigenen Shuttle.

So ging es am Freitag nach gemeinsamem Frühstück frohgemut auf die Boote und um die Insel auf den weiten See hinaus. Keine leichte Aufgabe ist es für den Regattaleiter bei den umlaufenden Winden vor der Bergkette die rechte Bahn auszutonnen. Gegen Mittag waren die Vorbereitungen abgeschlossen, aber mittlerweile schob sich über das Nordufer  eine dunkle Gewitterwand Richtung Süden auf den See. Und dann blinkten auch schon die rund um den See verteilten Warnleuchten – 90 mal Rot in der Minute!  Flucht an den sicheren Steg war angesagt.  Nicht alle schafften es. Heftige Böen mit mächtigen Regenschauern fielen über die Segler her. Kaffee und Kuchen trösteten im Zelt vor dem Vereinsheim über den Abbruch hinweg, während das Gewitter sich über uns erschöpfte.

Aber auch der zweite Anlauf am frühen Nachmittag wurde durch tiefhängende, schwarze bedrohlich aussehende Wolkenwände zunichte gemacht. Wieder blinkten die Warnleuchten im 90er Takt. Der Start wurde abgebrochen und die Boote eilten unter die Inselküste in den Windschatten. Ein weiteres Gewitter tobte sich über dem See vor den nahen Bergen aus. Regenwände verhüllten das nahe Festland. Die Bojen wurden eingeholt und der Tag endete mit einem gemeinsamen Abendessen mit Freibier. Der Samstag bot bei leichten östlichen Winden aber nun die Möglichkeit, drei Regatten zu segeln. Hier wurde nun um die besten Plätze gekämpft, unter Spi und andre unter weiten Vorwindsegeln auf raumen Kursen – etliche mit zwei Vorsegeln und Groß an der Kreuz. Erstaunliche Unterschiede zeigten sich – verursacht durch die unsteten Winde, aber auch durch manche  unpräzise Segelstellung oder mangelhaftes taktisches Geschick.

Der Blick des Beobachters und Photographen war durch das absolvierte Regattatraining am Wochenende davor geschärft. Dennoch gab es heiße Kämpfe am Start und an den Wendemarken. Bis die letzten die Ziellinie übersegelt hatten, genossen die Mutigen unter den Ersten ein erfrischendes Bad im angenehm warmen See. Immer wieder erstaunlich, wie groß doch die Differenzen zwischen fast baugleichen  Schiffen sein können. So ging ein erfüllter Segeltag zu Ende und das Treffen wurde mit der Siegerehrung und einer großen Party verabschiedet, mit dem Versprechen, kommendes Jahr wieder dabei zu sein.